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Rückstellung Betätigungshebel Blockhydraulik

Alles über Lanz-Bulldog, Halb- und Volldiesel. Beiträge ab 2010.

Rückstellung Betätigungshebel Blockhydraulik

Beitragvon Eicher3010 » 13.05.2021, 10:57

Hallo zusammen,

ich versuche es nun mit einem neuen Forumseintrag.
Bei meinem Volldiesel stellt sich der Betätigungshebel vom Steuerventil der Blockhydraulik nicht automatisch zurück, wenn die Hydraulik die oberste Stellung erreicht.
Hat dazu jemand genauere Unterlagen oder kann mir erklären, wie das Zurückschnappen des Hebels ausgelöst wird?
Da der Hebel auch zurückschnappen muss, wenn man mit dem Mähwerk arbeitet, müsste das durch das Steuerventil ausgelöst werden oder? Jedenfalls finde ich im Hydraulikblock nichts was das mechanisch auslösen würde.
Das Steuerventil war bereits zerlegt und ist neu abgedichtet. Gibt es dort mögliche Fehlerquellen?

Vielen Dank und viele Grüße
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Re: Rückstellung Beträtigungshebel Blockhydraulik

Beitragvon Eicher3010 » 21.05.2021, 11:46

Hallo, ich bin mit der Fehlersuche noch nicht weitergekommen, ich habe ein anderes Steuerventil montiert und nach wie vor das selbe Ergebnis. Die Hydraulik würde den Deckel sprengen, soweit fährt sie nach oben. Es ist egal ob ich mit Frontlader arbeite, mit der Dreipunkt oder mit dem Mähwerk, wenn die jeweiligen Hydraulikzylinder ausgefahren sind muß der Betätigungshebel zurückschnappen. Und das macht meiner nicht.
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Re: Rückstellung Beträtigungshebel Blockhydraulik

Beitragvon Eicher3010 » 28.05.2021, 16:27

Mein Steuerhebel geht nicht in die Ausgangsstellung zurück, weiß dazu keiner etwas?
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Re: Rückstellung Beträtigungshebel Blockhydraulik

Beitragvon schreiner » 30.05.2021, 12:12

Hallo, ich habe ein buch von der Hydraulik ich schaue morgen mal ins buch. arbeite das überdruckventil :?: wenn die hydraulik ganz oben ist :?: :?:
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Re: Rückstellung Beträtigungshebel Blockhydraulik

Beitragvon Eicher3010 » 30.05.2021, 13:50

Nein, ich vermute mal das es nicht funktioniert, man hört den Schleppermotor arbeiten und es tritt Öl aus dem Schmiernippel für den Pumpenantrieb aus, wenn die Hydraulik die oberste Stellung erreicht.
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Re: Rückstellung Beträtigungshebel Blockhydraulik

Beitragvon papafox » 31.05.2021, 09:01

Hallo Eicher,

ich habe in meiner Betriebsanleitung für die 1616 Hydraulik nachgeschaut und keine Angaben über den Rückstellmechanismus gefunden. Es ist nur beschrieben dass der Stellhebel bei Erreichen der oberen Lage selbsttätig zurückgestellt wird. Ich vermute, dass hier eine mechanische Mimik eingebaut ist die den Hebel zurückstellt wenn der Hubarm in OT angelangt ist. Bei meinem 1616 funktioniert das einwandfrei.
Welche Funktion hat die federunterlegte Schraube auf Deinem Bild?
Gibt es in der Kommune weitere Kenntnisse?

Gruß
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Re: Rückstellung Beträtigungshebel Blockhydraulik

Beitragvon schreiner » 31.05.2021, 18:44

Hallo ich habe im buch von der Hydraulik nicht gefund, was den zustand von deiner Hydraulik beschreibe. :kratz: :kratz: :kratz:
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Re: Rückstellung Beträtigungshebel Blockhydraulik

Beitragvon hollizee » 31.05.2021, 20:57

Hallo. Verlink doch mal das Video von deiner Hydraulik. Ich behaupte dass sie einwandfrei funktioniert. Das was Du von ihr erwartest kann sie einfach nicht.
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Re: Rückstellung Betätigungshebel Blockhydraulik

Beitragvon Eicher3010 » 01.06.2021, 09:26

Hallo zusammen,

vorweg vielen Dank für die Antworten und die Hilfe.

Kurz zum aktuellen Stand:im Verlauf des letzten Jahres wurde der Hydraulikblock und das Steuerventil (bis auf das Überdruckventil) zerlegt und die Dichtungen erneuert. Nachdem die Hydraulik danach immer noch kaum Kraft beim Heben hatte hat der Bulldog dieses Frühjahr eine neue Hydraulikpumpe bekommen. Verbaut ist eine vom Getriebe angetriebene Pumpe, mit der er jetzt sehr gut hebt. Das Problem ist jedoch, dass das Steuerventil bei Überdruck nicht abschält.
Wie schon erwähnt ist die Pumpe und damit auch deren Wellendichtring neu. Wenn die Hydraulik aber auf Stellung II oder III (dazu gleich mehr) die oberste Stellung erreicht arbeitet die Hydraulikpumpe weiter und das Überdruckventil des Steuergerätes löst nicht aus. Dadurch wird Hydrauliköl am Wellendichtring vorbei in den Raum des Pumpenantriebes zwischen der Hydraulikpumpe und dem Getriebe gedrückt. Der Raum füllt sich mit Öl und schon nach kurzer Zeit verliert der Bulldog das Hydrauliköl durch den Schmiernippel der dort angebracht ist. Momentan hoffe ich, dass kein Öl ins Getriebe gelangt ist.

So nun zum Abschalten, danke nochmals an hollizee für die Betriebsanleitung.
Stellung I wird verwendet, wenn nur die Blockhydraulik verwendet wird. Stellung II für Blockhydraulik und gleichzeitig sämtliche an die Zapfstelle angeschlossene Geräte (Mähwerk, Frontlader...). Stellung III ist für die mechanische Transportsicherung der Blockhydraulik, die Geräte an der Zapfstelle können weiter bedient werden. (siehe Bild Stellungen Sperrhebel)
Stellungen Sperrhebel.png

Weiter ist auf S. 15 zu lesen (siehe Ausschnitt Endabschaltung): Bei Erreichen der obersten Endstellung ODER Überschreitung der zulässigen Belastung wird der Steuerhebel selbsttätig in die Mittelstellung "Halt" zurückgeschaltet.
Endabschaltung.png
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Nun kann man über den genauen Wortlaut diskutieren, allerdings ist das "oder" meiner Meinung nach eindeutig so zu interpretieren, dass der Hebel zurückgestellt wird, wenn der Druck im System zu groß ist und damit das Überdruckventil im Steuergerät ansprechen sollte.

Damit nun zur Funktion der Hydraulik:
Auf Sperrehebelposition I wird der Steuerhebel des Steuerventils selbsttätig mechanisch zurückgestellt. Zu sehen ist dies im Video hier:https://youtu.be/WY2xa4kZC1M. Wie man im Video sieht, wird der Hebel aber in Position II oder III nicht zurückgestellt. Zumindest nicht mechanisch. Anhand dessen und anhand der Erklärung in der Betriebsanleitung muss es meinem Verständnis nach noch eine weitere Einrichtung geben, die für das Rückstellen des Steuerhebels sorgt. Diese müsste dann hydraulisch durch Überdruck ausgelöst werden. Die mechanische Auslösung wäre für den reinen Blockhydraulikeinsatz ausreichend, aber wenn ein Frontlader oder ein Mähwerk angebaut ist muss der Steuerhebel auch zurück schnappen, wenn diese entweder die oberste Position erreicht haben, oder zu schwer beladen wurden. Dass Öl am Dichtring der Hydraulikpumpe vorbei gedrückt wird (und der Steuerhebel nicht zurückspringt) kann nicht gewollt sein. Aus diesem Grund gehe ich momentan davon aus, dass das Überdruckventil nicht korrekt arbeitet. Selbst wenn der Steuerhebel bei Überdruck nicht zurückgestellt wird, so muss zumindest der Überdruck im System vermieden werden.

Leider hat das komplette Austauschen des Steuerventils keine Besserung gebracht. Aus diesem Grund sind die nächsten Schritte das Zerlegen des Überdruckventils und das Überprüfen, warum dieses nicht korrekt arbeitet und eventuell das Nachschauen an einem anderen Bulldog, ob dort der Steuerhebel auf den Positionen II und III zurückstellt. Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht ist das aber der Fall.

Hat schon einmal jemand das Überdruckventil zerlegt und dies dokumentiert? Weiß jemand wo es dafür Dichtelemente gibt, bzw was verbaut wurde? Die üblichen Verdächtigen konnten bisher nicht weiterhelfen.

Vielen Dank und viele Grüße
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Steuerventil Schnitt.png
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Re: Rückstellung Betätigungshebel Blockhydraulik

Beitragvon Eicher3010 » 06.06.2021, 18:06

Hallo,

langsam scheint sich das Problem eingrenzen zu lassen.

Unten findet ihr ein Bild des zerlegten Überdruckventils. In dem Einschraubeinsatz ist eine Feder, in deren Innendurchmesser ein Stift mit einem Dorn verbaut wurde. Über den Bund überträgt die Feder die Kraft auf den Dorn. Der Dorn wirkt auf einen Stift der beweglich in einer Hülse sitzt. Die Hülse hat am Umfang mehrere Bohrungen. Im eingebauten Zustand schließen die Hülse und der darin verbaute Stift bündig ab. Im Betrieb wird der Stift mit Öldruck beaufschlagt und kann dadurch gegen die Federkraft nach oben zur Feder hin wandern. Wenn er sich weit genug nach oben bewegt hat gibt der Stift die Bohrungen frei und und der Öldruck kann sich über die Bohrungen in der Hülse abbauen.

zerlegtes Überdruckventil.jpg


Dann fließt das Öl über diese Überdruckbohrung
Überdruckbohrung.jpg

zum Steuerschieber. Dort beaufschlagt sie den oberen Bund im Steuerschieber von oben mit Öl, wodurch der Steuerhebel zurückgestellt wird. Im Bild unten ist der Steuerschieber nicht auf der oberen Position, weshalb man ihn durch die Öffnung sehen kann. Zusätzlich gibt es noch weiter hinten eine Bohrung, welche ich als Entlastungsbohrung interpretieren würde. Dort fließt Öl, welches ungewollter Weise bis zur Feder geflossen ist wieder in den drucklosen Bereich zurück, sodass der Stift in der Hülse nicht von beiden Seiten mit Druck beaufschlagt wird.
Steuerventil Innenseite.jpg

Bis auf die Entlastungsbohrung erkennt man die wesentlichen Bestandteile auch in der Schnittdarstellung vom Eintrag oben.
Falls ich bis hierher etwas falsch verstanden habe bitte korriegieren.

Nach dem Auseinanderbauen wurden die O-Ringe ersetzt und der Stift in der Hülse gängig gemacht. Allerdings funktioniert die Hydraulik immer noch nicht wie gewünscht, da sie immer noch nicht abschält und Öl in den Pumpenantrieb gedrückt wird. Aus diesem Grund wurde das Überdruckventil ohne den Stift in der Hülse zusammengebaut.
Wie man in dem Video sehen kann https://youtu.be/1kjD2d60quc springt der Steuerhebel dann wie gewünscht zurück.

Es scheint als ob der Stift im eingebauten Zustand nicht wie gewollt nach oben wandert um die Bohrungen in der Hülse freizugeben.
Hat jemand Ideen was das sein könnte? Und hat sich sonst wirklich noch niemand mit dem Überdruckventil beschäftigt oder dazu detailiertere Unterlagen als die aus dem Handbuch?

Viele Grüße
Eicher3010
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