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Ölversorgung vom TWN Motor

Ölversorgung vom TWN Motor

Beitragvon Mattze » 17.09.2023, 08:41

Hallo,
bei meinem TWN Motor sind die beiden Stahlleitungen der Ölverordnung nicht mehr inordnung. Nun bin ich am überlegen statt Stahlleitungen nachzubauen, Schläuche zu nehmen, die kleinsten Schläuche die hierfür in Frage kommen haben einen Innendurchmesser von 3mm. Die Stahlleitungen haben einen Innendurchmesser von 1mm. Da die Leitungen ja eh immer komplett gefüllt sein sollen, dürfte der Durchmesserunterschied doch keinen Einfluss auf die Funktion haben, oder?

Gruß Matthias
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Re: Ölversorgung vom TWN Motor

Beitragvon Neimanns_Knut » 18.09.2023, 06:01

Moin Matthias,
ich habe da meine Bedenken. Ich bin der Meinung, daß der Öldruck sinkt und es zu einer Unterversorgung kommt.

Gruß Knut
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Re: Ölversorgung vom TWN Motor

Beitragvon Mattze » 18.09.2023, 09:18

Ja, nach der Bernulligleichung wird der Druck in der Leitung sinken, aber die Ölmenge ist ja die gleiche. Die Frage ist jetzt nur ob man einen bestimmten Druck überhaupt braucht, da das Öl ja nicht über Düsen o.ä. verteilt wird und nach meinem Verständnis ein genauer Druck in dieser Anlage nicht vonnöten ist. Es ist ja auch immer die Rede von einem Öler und nicht von einer Ölpumpe...
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Re: Ölversorgung vom TWN Motor

Beitragvon Neimanns_Knut » 18.09.2023, 10:51

Moin Matthias,
das Ding heißt eigentlich Schmierölpumpe.
Ein Öler, so wie ich es verstehe, arbeiter ohne Druck.
Die Schmierölpumpe drückt es ja in die Röhrchen.
Aber ob und wie hoch der Druck in den Röhrchen ist entzieht sich meiner Kenntnis.

Gruß Knut
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Re: Ölversorgung vom TWN Motor

Beitragvon ALLDOG 1205 » 28.09.2023, 13:15

Hallo,
die Konstrukteure haben sich bei der Auswahl, von Rohr schon was gedacht.

Wenn der Durchmesser vergrößert wird, wird die Ölmenge pro Hub der Pumpe, die an der Schmierstelle ankommt kleiner.
Es dauert somit auch länger bis die geforderte Ölmenge an der Schmierstelle anlangt.

Ein weiteres Problem ist, dass sich die Schläuche ausdehnen, wenn Druck im Schlauch entsteht. Wenn der Schlauch eine gewisse Länge hat, dehnt er sich soweit aus, dass an der Schmierstelle kein Öl mehr ankommt. Effekt wie bei einem Luftballon der aufgeblasen wird - dann Druck ablassen und wieder aufblasen.

Das ist sogar bei Einspritzleitungen ein Problem. Wenn diese bei einem Mehrzylindermotor, große Unterschiede in der Länge untereinander haben, ändert sich der Einspritzzeitpunkt der einzelnen Zylinder - Motorlauf wird unruhig. Ab einer gewissen Länge reicht dann der Einspritzpumpendruck, nicht mehr aus die Einspritzdüse zu öffnen. Die Leitungen kriegen sogar bei sehr hohem Druck dicke Backen - dehnen sich soweit aus, dass die Einspritzdüse nicht mehr öffnet. Daher ist man heute auf Pumpe - Düse - Einspritztechnik umgestiegen, um lange Leitungen zwischen Einspritzpumpe und Einspritzdüse zu vermeiden.

Fazit, ich würde wieder Stahlleitungen mit genau dem selben Innendurchmesser verbauen. Diese eventuell mit entsprechenden Rohrhalterungen auf größeren Stecken befestigen, denn die originalen Leitungen brechen auf Grund der Schwingungen des Motors, schon mal durch - war bei meinem TWN Motor der Fall.
Im übrigen haben alle Zweitaktmotore die ich kenne, auf der Druckseite hinter der Pumpe Stahlleitungen - Sachs Diesel, Holder Zeitaktmotore, ILO DL Motore.

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